Ökozela

Die Idee zur Ökozela kam mir durch ein Kunstprojekt („Floating Islands“ von Geert-Jan Hobijn und Erwin Stache), auf das ich zufällig gestoßen bin: Die 50 Flaschen mit der herausgeschnittenen Zunge wurden durch ebenso viele Staubsauger betrieben. Da ich leider kein Künstler bin, musste ich leider ohne die 50 Staubsauger, die Lichtinstallation, die Schwimminseln und den See auskommen. Daher begnügte ich mich damit, die Flaschen nachzubauen. Schnell merkte ich, dass ich weniger Atem habe als ein Staubsauger, weswegen den kleine Flaschen sich besser eignen.

In die Flasche schneidet man mit dem Messer ein U hinein. Die Öffnung des Us sollte Richtung Flaschenhals zeigen. Falls nötig holt man die nun entstandene Zunge (der Innenteil des U) aus dem Inneren der Flasche heraus.

Beim Hineinblasen in die Flasche ertönt ein Tröten ähnlich wie bei einer Vuvuzela (nur etwas leiser). Es ist nicht einmal ein besonderer Ansatz nötig – einfach reinpusten und lauschen.

Durch die Luft wird die Zunge von der Flasche weggedrückt. Das Plastik der Flasche möchte aber, dass die Zunge an der Flasche bleibt und zieht es wieder zurück. Das passiert ganz schnell: man kann es kaum sehen, aber man spürt es, wenn man den Finger an die Spitze der Zunge hält.

Nach diesem oder einem ähnlichen Prinzip funktionieren auch sehr viele andere Instrumente: Klarinetten, Saxophone, Oboen, Dudelsäcke, manche Orgelpfeifen (die dann naheliegenderweise „Zungen“ genannt werden)…

Wenn man etwas zu viel Zeit hat, kann man sich damit amüsieren, an anderen Flaschen verschiedene Formen von Zungen auszuprobieren.

Je länger die Zunge, desto tiefer der Ton

Je breiter die Zunge, desto lauter der Ton (aber man benötigt dann auch mehr Luft)

Die Größe/das Volumen der Flasche hat interessanterweise kaum Einfluss auf die Tonhöhe. Das Material der Flasche dagegen ist sehr wichtig, weil von ihm abhängt, wie stark die Zunge wieder zur Flasche hingezogen wird. Bei Flaschen aus sehr dünnem Plastik kann das Plastik zu schwach sein. Wickelt man um die Flasche und die Zunge ein Gummi (nur 1x), geht es einwandfrei.

Viel Vergnügen und Glück bei eurer Klangsuche!

     

Material: eine kleine Plastikflasche (zur Not geht auch ein Buttermilchbecher, wenn der Deckel noch fast dran ist), ein Gummi

Werkzeug: ein Messer mit einer Spitze vorne

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Über klangsuche

Während meinem FÖJ hatte ich ein Projekt über "musique verte": Wie stelle ich aus Naturmaterialien und Abfall Musikinstrumente her? Meine Erfahrungen damit möchte ich in dem Blog mit anderen teilen.
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