Oboen

Bei einer Oboe schlagen beim Spielen zwei Rohrblätter ganz schnell gegeneinander

Ein quietschender Luftballon funktioniert übrigens genauso. Hier sind es die beiden Seiten des Gummis, die gegeneinander schlagen. Schon einmal probiert, einen Luftballon zum „Klingen“ zu bringen, ohne dass sich die beiden Hälften berühren?

Eine etwas wohlklingendere Selbstbauversion kann man aus einem Trinkhalm herstellen. Das kürzere Stück bis zum geriffelten Knick schneidet man ab und drückt es mit dem Griff des Messers etwas platt: Nun schneidet man die Ecken ab, sodass eine Spitze entsteht (Symmetrie ist dabei vorteilhaft). Von der Spitze wird noch einmal die Spitze (ca.1mm) abgeschnitten; das verbessert die Ansprache.

Das war ein sehr langer Trinkhalm…

Um verschiedene Tonhöhen zu spielen, kann man ein Unterstück bauen. Das Mundstück sollte dafür aber nicht zu kurz sein. Der Korken wird in der Mitte quer halbiert. Mit einem Handborer bohrt man ein Loch hinein, sodass man das Mundstück hineinstecken kann. Es ist gut, wenn man ausprobiert, ob das Mundstück im Korken funktioniert. Ist es ok, klebt man es mit der Klebepistole fest.

Dann benötigt man ein passendes Stück Knöterich (keine Risse, an beiden Enden Knoten). Dies durchsticht man mit einem Stab und glättet die Knoten innen so gut wie möglich mit einer Rundfeile. Das zukünftige Mundstück-Ende feilt man möglichst gerade. Auch den halben Korken mit dem Strohhalm schleift oder feilt man möglichst gerade. Mit reichlich Kleber aus der Klebepistole werden das Mundstück und der Knöterich aneinander geklebt, dass keine Luft mehr zwischen Kork und Knöterich entweicht. Jetzt kann man das Instrument wie eine Flöte stimmen.

Puh… mit einer Oboe ist es sogar noch komplizierter als bei einer Flöte, beim Stimmen den gleichen Atemdruck beizubehalten.

Wem das Stimmen zu kompliziert ist, der kann auch aus Papier einen Schalltrichter wickeln, der den Klang etwas verbessert:

Wenn man zu viel spielt, weicht er auf und reißt. Aber man kann sich ja schnell einen neuen bauen.

Material: Trinkhalm, ggf. noch Knöterich und einen Korken für verschiedene Tonhöhen

Werkzeug: Schere, ggf. noch Laubsäge, Handbohrer, Stab, Feilen.

Manche Pflanzen eigenen sich auch für Oboen, z.B. Löwenzahnstängel oder die Blüten der Trompetenblume (die Blume heißt wirklich so, auch wenn Oboenblume besser passen würde^^). Bei der Trompetenblume ist es gut, wenn man sie vor dem Basteln etwas antrocknen lässt.

Advertisements

Über klangsuche

Während meinem FÖJ hatte ich ein Projekt über "musique verte": Wie stelle ich aus Naturmaterialien und Abfall Musikinstrumente her? Meine Erfahrungen damit möchte ich in dem Blog mit anderen teilen.
Dieser Beitrag wurde unter Blasinstrumente veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s